EUDR 2026: Ist dein Unternehmen wirklich vorbereitet?
Ab 2026 tritt die EUDR (EU-Deforestation-Regulation) voll in Kraft. Klingt erstmal trocken? Für viele mittelständische Unternehmen kann das weitreichende Folgen haben. Möbelhersteller, Verpackungsbetriebe oder Händler: Wenn die Rohstoffherkunft nicht lückenlos nachweisbar ist, drohen Markt- und Exportverbote. In diesem Beitrag erkläre ich einfach und praktisch, was auf dich zukommt und welche Schritte jetzt wichtig sind.
Was ist die EUDR und wen betrifft sie?
Kurz gesagt: Die EUDR soll verhindern, dass Produkte mit Rohstoffen aus entwaldeten Gebieten in die EU gelangen. Sie fordert erweiterte Sorgfaltspflichten in der Lieferkette. Viele denken zuerst an Großkonzerne. Doch ab 2026 betrifft die Regelung auch zahlreiche Mittelständler.
Welche Produkte sind betroffen? Beispiele:
- Holz und Holzprodukte (z. B. Möbel)
- Verpackungen mit Holzanteil
- Handelsware, die Rohstoffe aus Risikogebieten enthält
Warum das wichtig ist
Fehlende Transparenz kann teuer werden. Produkte mit unklarer Herkunft dürfen nicht mehr verkauft oder exportiert werden. Das bedeutet verlorene Umsätze, Image-Schäden und im schlimmsten Fall Bußgelder.
Welche Risiken drohen bei fehlender Dokumentation?
Wenn du keine klare Kette von der Rohstoffquelle bis zum fertigen Produkt nachweisen kannst, stehen mehrere Probleme an der Tür:
- Produkt darf nicht in die EU eingeführt werden
- Kunden verlieren Vertrauen
- Geschäftspartner brechen Kooperationen ab
- Konkrete finanzielle Verluste und eventuelle Strafen
Anders gesagt: Es reicht nicht mehr, “vertrauenswürdige Lieferanten” zu haben. Du brauchst harte Nachweise.
Praktische Schritte zur EUDR-Compliance
Keine Panik. Mit klaren Schritten lässt sich viel regeln. Hier ist eine einfache Checkliste, die du jetzt umsetzen kannst:
- Lieferketten kartieren – Stelle fest, woher jeder Rohstoff kommt. Wer sind die direkten und indirekten Lieferanten?
- Risikobewertung – Prüfe, ob Rohstoffe aus Gebieten mit Entwaldungsrisiko stammen.
- Belege sammeln – Lieferscheine, Zertifikate, GPS-Koordinaten oder Herkunftserklärungen sind jetzt Gold wert.
- Traceability aufbauen – Schaffe Systeme, die Nachverfolgung ermöglichen (z. B. digitale Datenbank).
- Alternative Lieferanten – Identifiziere sichere Lieferanten außerhalb von Risiko-Regionen.
- Interne Schulungen – Sensibilisiere Einkauf und Qualitätsmanagement.
- Steuerliche Optimierungen – Prüfe, ob Beschaffungsänderungen auch steuerliche Vorteile bringen.
Einfach anfangen
Beginne mit den größten Risikoprodukten in deinem Sortiment. Oft ist es sinnvoll, mit einem Pilotprojekt für ein Produkt zu starten statt alles gleichzeitig umzustellen.
Ein kurzes Beispiel aus der Praxis
Ich erinnere mich an einen kleinen Möbelhersteller aus Bayern. Er war stolz auf lokale Handwerkskunst, hatte aber Rohstoffe aus mehreren Ländern bezogen. Beim ersten Exportauftrag blockierte der Zoll die Lieferung – weil die Herkunft einiger Holzpellets nicht lückenlos gesichert war. Das kostete Zeit und Geld. Nach der Lektion führte das Unternehmen eine einfache Lieferanten-Datenbank ein, schulte die Einkäufer und fand zwei zusätzliche Lieferanten mit klarer Herkunfts-Dokumentation. Ergebnis: Keine weiteren Blockaden und ein besseres Vertrauen bei den Kunden.
Die Moral: Eine kleine Maßnahme kann große Wirkung haben.
Welche Dokumente und Nachweise sind wichtig?
Die EUDR verlangt oft konkrete Nachweise. Hier die wichtigsten Punkte, die du sammeln solltest:
- Lieferanten- und Herkunftserklärungen
- GPS-Koordinaten oder genaue Ortsangaben der Rohstoffquelle
- Rechnungen und Lieferscheine
- Zertifikate (sofern vorhanden)
- Risikobewertungen und interne Audits
Manche Dokumente klingen technisch. Betrachte sie als dein Schutzschild gegen Exportverlust.
Was du jetzt tun solltest
Falls du jetzt denkst: “Wie fange ich an?”—hier ein kurzer Aktionsplan:
- Schreib eine Liste deiner Produkte und markiere die risikoreichsten.
- Kontaktiere deine wichtigsten Lieferanten und fordere Herkunftsnachweise an.
- Starte eine einfache digitale Datei oder Tabelle für alle Dokumente.
- Plane ein kurzes Meeting mit Einkauf und Lager, um Zuständigkeiten zu klären.
Fragen zur Selbstüberprüfung
Stell dir diese Fragen:
- Würden meine Produkte bei einer Kontrolle alle erforderlichen Nachweise vorlegen?
- Haben wir alternative Lieferanten, falls ein Lieferant ausfällt?
- Kennen alle relevanten Mitarbeiter die neuen Anforderungen?
Wie wir unterstützen können
Viele Unternehmen fühlen sich überfordert. Das ist normal. Wir bieten eine strukturierte Compliance-Prüfung an: Lieferketten-Analyse, Risikobewertung, Vorschläge für alternative Lieferanten und Hinweise zu steuerlichen Optimierungen. Kurz gesagt: Wir machen deinen Weg zur EUDR-Compliance pragmatisch und sicher.
Willst du wissen, wie gut du vorbereitet bist? Schreib einfach ‘Info’ oder kontaktiere uns für eine Erstprüfung. Wir prüfen deine Lieferkette und zeigen konkrete, umsetzbare Schritte.
Fazit
Die EUDR bringt Veränderung – aber keine Panik. Mit klaren Maßnahmen kannst du Exportverluste vermeiden und deine Lieferkette fit machen. Fang klein an, mach systematisch weiter und dokumentiere alles. So schützt du dein Geschäft und zeigst gleichzeitig Verantwortung für Umwelt und Markt.
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