Gold-Exit in 90 Tagen: Wie funktioniert das – einfach erklärt
Der Ausdruck „Gold-Exit in 90 Tagen“ klingt dramatisch. Aber was steckt dahinter? Kurz gesagt geht es um das gezielte Verlagern von Vermögen (zum Beispiel Gold) in andere Rechts- und Lagerstrukturen – und das in einem klaren Zeitrahmen. In diesem Beitrag erkläre ich in einfachen Worten, welche Bausteine oft genutzt werden, welche Risiken es gibt und welche Schritte realistisch sind.
Was meint man mit „Gold-Exit“?
Ein Gold-Exit beschreibt das Auslagern von physischem Gold oder anderem Vermögen aus dem aktuellen Umfeld in neue Strukturen. Ziel kann sein:
- Schutz des Vermögens vor politischen oder wirtschaftlichen Risiken
- Optimierung der Verwaltung und Zugänglichkeit
- Flexiblere Zahlungsmöglichkeiten
Wichtig: Das ist kein Freifahrtschein für Steuerhinterziehung. Legalität und Transparenz sind zentral.
Die üblichen Bausteine eines Gold-Exits
In der Praxis werden mehrere Elemente kombiniert. Hier die wichtigsten:
1. Rechtliche Vehikel: Notarstiftung und Holding
Eine Notarstiftung (z. B. in Liechtenstein) oder eine Holding-Gesellschaft kann Eigentumsverhältnisse klar regeln. Sie bringt drei Vorteile:
- Rechtsklarheit über Eigentum
- Trennung von Person und Vermögen
- Planungssicherheit für Nachfolge
Eine Holding kann außerdem Verwaltung, Handel und Besitz voneinander trennen. Das ist wie ein Safety-Case: Du legst Wert in verschiedene Fächer, falls eines betroffen ist.
2. Lagerung in freien Zonen – z. B. Singapur
Viele setzen auf Lagerung in sogenannten freien Zonen. Singapur ist ein Beispiel: gute Infrastruktur, hohe Sicherheitsstandards und etablierte Lagerhäuser. Vorteile sind Verfügbarkeit, Professionalität und oft bessere Versicherungslösungen.
3. Zero-Tax-Emirat
Einige Entscheider nutzen Länder mit sehr niedrigen Steuersätzen für gewisse Unternehmensfunktionen. Das kann sinnvoll sein – aber es ist wichtig, steuerliche Vorschriften im Heimatland zu beachten. Wer sich hier nicht an Regeln hält, riskiert nachträgliche Steuern und Strafen.
4. Moderne Zahlungswege: Krypto und Backed Credit Cards
Statt klassischer Banküberweisungen kommen heute oft neue Zahlungswege zum Einsatz:
- Kryptowährungen: Schnell und global. Aber volatil und rechtlich komplex.
- Backed Credit Cards: Karten, die durch Gold oder andere Assets gedeckt sind. Oft praktische Zahlungswege für Unternehmer.
Diese Optionen können die Liquidität erhöhen und Zahlungen einfacher machen. Doch sie bringen eigene Risiken – z. B. regulatorische Änderungen oder Kursschwankungen.
Wie sieht ein realistischer 90‑Tage‑Plan aus?
Ein konkretes Beispiel kann helfen. Ich habe einmal einen Unternehmer beraten, der sein Betriebsvermögen teilweise absichern wollte. Wir haben das Projekt in drei Phasen aufgeteilt:
Phase 1 – Vorbereitung (Tag 1–20)
- Analyse: Welche Werte sollen verlagert werden?
- Beratung: Rechtsanwalt und Steuerberater einbinden
- Strukturplanung: Welche Holding oder Stiftung ist passend?
Phase 2 – Umsetzung (Tag 21–60)
- Gründung der rechtlichen Vehikel
- Auswahl und Beauftragung eines sicheren Lagerortes (z. B. Singapur)
- Einrichten von Zahlungswegen (Krypto‑Wallets, Kartenlösungen)
Phase 3 – Abschluss & Kontrolle (Tag 61–90)
- Physischer Transport und Einlagerung des Goldes
- Dokumentation und Verifikationen
- Notfall- und Zugriffskonzepte erstellen
Das war ein kompaktes Beispiel. Bei komplexen Fällen kann es länger dauern. Entscheidend ist eine stabile Kapitaldecke: Ohne ausreichende Mittel funktioniert ein schneller Exit oft nicht.
Chancen und Risiken – ehrlich betrachtet
Natürlich gibt es Chancen. Ein sauber geplanter Gold-Exit kann Vermögen sichern, Liquidität erhöhen und Nachfolge regeln. Aber es gibt auch Risiken:
- Rechtliche Missverständnisse oder Fehler bei Strukturwahl
- Hohe Kosten für Gründungen, Lagerung und Transport
- Regulatorische Änderungen in Heimat- oder Zielstaaten
- Kursschwankungen bei Krypto‑Zahlungen
Mein Rat: Plane konservativ. Nimm Experten an die Hand und dokumentiere jeden Schritt. So vermeidest du unangenehme Überraschungen.
Praktische Checkliste: Was du brauchst
- Klare Zieldefinition: Warum willst du verlagern?
- Budgetplanung: Wie viel Kapital ist nötig?
- Rechts- und Steuerberatung vor Ort
- Verlässlicher Lagerpartner (z. B. in Singapur)
- Transparente Dokumentation aller Transfers
- Backup‑Pläne für den Zugriff und die Rückführung
Häufige Fragen
Frage: Ist das legal?
Antwort: Ja, wenn alles transparent passiert und Steuergesetze eingehalten werden. Die Grenze zwischen legaler Strukturierung und illegaler Steuervermeidung ist entscheidend.
Frage: Geht das wirklich in 90 Tagen?
Antwort: Möglich, aber nur mit guter Vorbereitung, festen Partnern und ausreichendem Kapital. Unerwartete Verzögerungen, z. B. bei behördlichen Genehmigungen, sind möglich.
Fazit – für wen ist ein Gold-Exit sinnvoll?
Ein Gold-Exit in 90 Tagen ist keine Zauberlösung, aber eine sinnvolle Option für Unternehmer, die ihre Vermögensstruktur prüfen und schützen wollen. Wer strategisch plant, Experten einbindet und transparent arbeitet, kann viel erreichen. Wer jedoch versucht, Regeln zu umgehen, riskiert hohe Kosten und rechtliche Folgen.
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