Der letzte Funke: Ist der Unternehmergeist in Deutschland in Gefahr?
Unternehmertum. Ein Wort, das für Mut, Risiko und neue Ideen steht. Doch in Deutschland hören viele Gründer:innen und Unternehmer:innen heute von Steuern, Bürokratie und ständigem Druck. Bleibt da noch Raum für Wachstum? Oder erlischt der letzte Funke Unternehmergeist?
Was passiert aktuell?
Viele Unternehmer berichten von einer Last, die wächst. Hohe Steuern, komplizierte Vorschriften und Kontrolle nehmen Zeit, Geld und Nerven. Das Ergebnis: Weniger Investitionen. Weniger Mut. Weniger Gründungen.
Ist das übertrieben? Vielleicht nicht. Ich kenne jemanden, der ein kleines Familienunternehmen aufgebaut hat. Früher hat er Entscheidungen schnell getroffen und Chancen genutzt. Heute verbringt er Wochen mit Formularen und Gesprächen mit Behörden. Die Energie, die früher ins Wachstum floss, geht jetzt an Verwaltung verloren.
Warum das wichtig ist
Unternehmer sind oft die, die neue Jobs schaffen, Technologien vorantreiben und Gemeinden stärken. Wenn sie gebremst werden, leidet die gesamte Wirtschaft. Das ist nicht nur ein Problem für Firmeninhaber – es betrifft uns alle.
Die großen Hindernisse: Steuern, Bürokratie und fehlendes Vertrauen
Woran genau scheitern Unternehmer? Kurz gesagt an drei Dingen:
- Hohe Steuerbelastung: Gewinne werden stark besteuert. Das verringert die Mittel für Reinvestitionen.
- Bürokratie: Genehmigungen, Berichte, Kontrollen – alles kostet Zeit.
- Mangelndes Vertrauen: Ein Klima, in dem Unternehmer ständig erklären müssen, warum sie Risiken eingehen, dämpft Kreativität.
Stell dir vor, du fährst Fahrrad und jemand hängt dir immer wieder Bremsen an. Langsam, aber sicher, wird jede Fahrt anstrengender. So fühlt sich oft das Unternehmertum an.
Welche Ausweichmöglichkeiten gibt es?
Nicht alle Unternehmer bleiben still. Viele suchen nach Alternativen. Hier sind die hauptsächlichen Wege, die aktuell gewählt werden:
- Auslandsgründungen: Firmen in Ländern mit günstigeren Steuergesetzen und weniger Bürokratie gründen.
- Auslandsgesellschaften: Teilbereiche oder Holdingstrukturen ins Ausland verlagern.
- Stiftungen: Vermögen langfristig sichern und steuerlich optimieren.
Diese Strategien sind keine Flucht, sondern oft ein Versuch, die Zukunft des Unternehmens zu sichern. Manche Unternehmer sehen darin die einzige Möglichkeit, ihre Familien und Arbeitsplätze zu schützen.
Was bedeutet das für Deutschland?
Wenn viele Unternehmen ins Ausland gehen oder Teile auslagern, verliert Deutschland Steuereinnahmen und Innovationskraft. Langfristig kann das zu weniger Arbeitsplätzen und weniger wirtschaftlicher Dynamik führen.
Praktische Tipps für Unternehmerinnen und Unternehmer
Was können Gründer und Unternehmer jetzt tun? Hier einige umsetzbare Schritte:
- Prüfe deine Struktur: Manchmal hilft eine andere Firmenform oder eine Holding.
- Nutze Beratungsangebote: Steuerberater und Gründungsexperten kennen legale Optimierungswege.
- Skaliere langsam: Kleine Schritte reduzieren das Risiko und erlauben Flexibilität.
- Netzwerke aufbauen: Austausch mit anderen Unternehmern bringt Lösungen und Unterstützung.
- Internationale Optionen prüfen: Eine Zweitgesellschaft im Ausland kann sinnvoll sein – aber sorgfältig planen.
Diese Maßnahmen sind keine Patentrezepte. Sie brauchen Zeit und oft externe Unterstützung. Aber sie geben Handlungsspielraum zurück.
Was können Politik und Gesellschaft tun?
Unternehmertum braucht Rahmenbedingungen, die Mut belohnen statt hemmen. Hier ein paar Ideen, die helfen könnten:
- Steuersystem vereinfachen und gezielt Entlastungen für Investitionen schaffen.
- Bürokratie abbauen – behördliche Prozesse digitalisieren und vereinfachen.
- Mehr Anerkennung und Schutz für unternehmerische Risiken, etwa durch bessere soziale Absicherungen.
- Förderprogramme ausbauen für Gründerinnen und Gründer, besonders in technologie- und exportstarken Bereichen.
Das sind keine unrealistischen Wünsche. Andere Länder zeigen, dass weniger Bürokratie und gezielte Förderung Wirkung zeigen können.
Ein Blick in die Praxis: Ein kleines Beispiel
Neulich sprach ich mit einer Gründerin aus dem Tech-Bereich. Sie wollte schnell wachsen, aber das Steuersystem und langwierige Förderanträge verzögerten alles. Deshalb entschied sie sich, eine einfache GmbH im Ausland aufzusetzen und hier ein Entwicklungsteam zu behalten. Die Firma bleibt in Deutschland sichtbar. Doch die Struktur gibt ihr finanziellen Spielraum. Klingt kompliziert? Ja. Aber sie hat dadurch Arbeitsplätze gesichert und weiter investiert.
Das Beispiel zeigt: Unternehmer handeln pragmatisch. Sie suchen Wege, unter den gegebenen Rahmenbedingungen zu überleben und zu wachsen.
Fazit: Der Funke ist noch da — aber er braucht Luft
Der Unternehmergeist in Deutschland ist nicht tot. Er glimmt. Oftmals flackert er sogar hell. Aber ohne bessere Rahmenbedingungen wird es schwieriger, das Feuer am Lodern zu halten.
Es braucht gemeinsame Anstrengung: Unternehmer, Berater, Politik und Gesellschaft. Wenn wir Hemmnisse abbauen und Mut belohnen, entsteht Wachstum. Und Wachstum sichert Arbeitsplätze, Innovation und Wohlstand.
Was kannst du jetzt tun?
Wenn du Unternehmer:in bist und Lösungen suchst, melde dich. Schreib ‘Info’ in die Kommentare oder kontaktiere uns direkt. Wir reden über Auslandsgründungen, Stiftungsmodelle und steuerliche Optimierung – unverbindlich und pragmatisch.
Bleiben wir im Austausch. Der Unternehmergeist braucht Stimmen. Deine Idee könnte der Funke sein, der die Wirtschaft weiter antreibt.