Regel 26: Was KMU jetzt wissen müssen – Energieeffizienz, Compliance und wie du Kosten sparst
Die Energie- und Ressourcenregel 26 ist keine Zukunftsmusik mehr. Ab 26 treten neue Vorgaben in Kraft, die nicht nur Großkonzerne, sondern auch kleine und mittlere Unternehmen (KMU) treffen. Klingt trocken? Das ist es nicht. Wer jetzt nicht handelt, zahlt später drauf. In diesem Beitrag erkläre ich dir in einfachen Worten, was auf dich zukommt und wie du pragmatisch und rechtssicher Kosten senken kannst.
Was ist die Energie- und Ressourcenregel 26?
Kurz gesagt: Regel 26 stellt höhere Anforderungen an den Energie- und Ressourcenverbrauch von Unternehmen. Dazu gehören:
- mehr Meldepflichten und regelmäßige Berichte,
- verpflichtende Datenerfassung (also: Verbrauch messen!),
- höhere Mindestanforderungen an Effizienz,
- und eine Pflicht zur rechtssicheren Dokumentation.
Stell dir Regel 26 wie eine neue Straßenverkehrsregel vor: Wer das Tempolimit nicht einhält, riskiert Bußgelder. Nur hier geht es nicht nur um Strafen, sondern um steigende Betriebskosten, Steuerfragen und die Zukunftsfähigkeit deines Unternehmens.
Warum betrifft das gerade KMU?
Viele Mittelständler denken: “Das ist doch nur was für die Großen.” Falsch. Die Regel greift jetzt auch bei KMU. Und weil kleinere Betriebe oft weniger Puffer haben, können die Folgen heftiger sein.
Konkrete Risiken:
- höhere laufende Kosten durch ineffiziente Prozesse,
- Strafen oder Nachzahlungen bei fehlender oder fehlerhafter Dokumentation,
- mehr Aufwand für Mitarbeitende ohne klare Strategie,
- und mögliche Nachteile beim Zugang zu Fördermitteln oder Steuervorteilen, wenn Nachweise fehlen.
Ein kurzes Beispiel aus der Praxis
Ich kenne eine Bäckerei, die immer sehr spät ihre Öfen aufgeheizt hat, weil die Produktionsplanung das nötig machte. Nach einer Verbrauchsanalyse stellte sich heraus: Die Standby-Zeiten verschlangen viel Energie. Mit einer kleinen Umstellung der Schichtplanung und einer automatischen Steuerung konnten sie den Verbrauch deutlich senken. Das war kein Hightech-Projekt. Es brauchte nur Daten, ein wenig Planung und eine rechtssichere Dokumentation der Änderungen.
Wie du jetzt konkret starten solltest
Keine Panik. Du musst nicht alles sofort perfekt machen. Es hilft, systematisch vorzugehen. Hier sind einfache Schritte, die jedes KMU umsetzen kann:
- Daten sammeln: Erfasse Verbrauchsdaten (Strom, Gas, Wasser, Rohstoffe) – möglichst kontinuierlich.
- Analyse: Schau dir an, wo die größten Verluste entstehen. Kleine Messpunkte können große Hebel zeigen.
- Dokumentation aufbauen: Sorge dafür, dass alle Maßnahmen nachvollziehbar dokumentiert sind – das ist wichtig für Compliance und spätere Prüfungen.
- Prozesse optimieren: Priorisiere Maßnahmen mit hohem Nutzen und niedrigen Kosten (z. B. Zeitplanung, Wartung, Sensortechnik).
- Rechtssicherheit prüfen: Lass die Dokumentation und Meldewege juristisch oder von Experten prüfen.
- Schulung: Binde die Mitarbeitenden ein. Oft sind es die Menschen vor Ort, die die besten Ideen haben.
Welche Tools helfen?
Du brauchst keinen teuren Komplettanbieter. Häufig reichen:
- intelligente Zähler oder Sensoren,
- einfaches Monitoring-Tool oder Excel-Templates für den Start,
- regelmäßige Reports (monatlich oder quartalsweise),
- und eine klare Ablage für Belege und Nachweise.
Später kannst du auf umfassendere Software umsteigen. Wichtig ist, dass die Daten verlässlich und zugänglich sind.
Welche Einsparungen und Vorteile sind möglich?
Manchmal reichen Kleinigkeiten, um viel Geld zu sparen. Beispiele:
- Reduzierte Energieverbräuche senken die Strom- und Heizkosten sofort.
- Weniger Materialverschwendung verbessert die Marge.
- Mit rechtssicherer Dokumentation kannst du Fördermittel oder steuerliche Vorteile nutzen.
- Und: Besseres Reporting verbessert die Liquiditätsplanung und die Kreditwürdigkeit.
Das Ziel ist nicht Perfektion, sondern Wirtschaftlichkeit und Rechtssicherheit. Denk an Regel 26 wie an eine Gesundheitsuntersuchung für dein Unternehmen: Wer früh handelt, bleibt länger fit.
Häufige Fragen (Kurz)
Gilt Regel 26 sofort für mich?
Die Regel tritt ab 26 in Kraft. Ob und wie genau sie für dein Unternehmen gilt, hängt von Größe und Branche ab. Prüfe frühzeitig, welche Pflichten für dich relevant sind.
Wie viel Aufwand ist das?
Das ist unterschiedlich. Manche Maßnahmen sind schnell umgesetzt. Andere brauchen Planung. Beginne mit einer kleinen Analyse – oft zeigt sich schnell, wo die größten Hebel sitzen.
Brauche ich teure Technik?
Nein. Für den Anfang reichen einfache Messungen und klare Dokumentation. Je nach Bedarf kannst du später in Automatisierung und Software investieren.
Fazit: Jetzt handeln lohnt sich
Regel 26 verändert die Spielregeln. Wer rechtzeitig reagiert, spart Kosten, reduziert Risiken und schafft eine stabile Basis für die Zukunft. Fang klein an: Werte aus, dokumentiere rechtssicher und optimiere Prozesse Schritt für Schritt.
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