Schiff symbolisiert Exitstrategien 2026


2026: Jahr der Entscheidungen – Der leise Exodus für Unternehmer

2026 fühlt sich für viele Unternehmer wie ein Wendepunkt an. Überall hört man von wachsendem Regulierungsdruck, sinkender unternehmerischer Freiheit und der Frage: Bleiben wir am Standort – oder gestalten wir neu? In diesem Beitrag erkläre ich in einfachen Worten, warum immer mehr Firmen über einen Exit nachdenken und welche praktischen Optionen es gibt.

Warum 2026? Was hat sich verändert?

Kurz gesagt: Die Rahmenbedingungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz (D/A/CH) haben sich seit einigen Jahren spürbar verändert. Behörden und Gesetze werden komplexer. Das kostet Zeit und Geld. Viele Unternehmer sagen: “Standorttreue fühlt sich zunehmend wie eine Falle an.”

Das heißt nicht, dass alle jetzt panisch das Land verlassen wollen. Vielmehr ist es ein strategischer Weckruf. Wer rechtzeitig handelt, schafft Planungssicherheit und Gestaltungsspielraum.

Ein Bild, das hilft

Stell dir dein Unternehmen wie ein Schiff vor. Lange Zeit war das Wasser ruhig. Jetzt kommen stärkere Strömungen und mehr Felsen in Sicht. Du kannst abwarten und hoffen, dass nichts passiert. Oder du setzt den Kurs neu, prüfst die Routen und stärkst das Schiff – bevor es zu spät ist.

Was bedeutet „Exit“ eigentlich?

„Exit“ klingt dramatisch. Aber oft meint es einfach: Die Unternehmensstruktur überdenken oder den rechtlichen Standort ändern, um Risiken zu reduzieren und Chancen zu nutzen.

Typische Ziele beim Exit sind:

  • Sicherung des Unternehmensfortbestands
  • Schutz des Vermögens
  • Reduzierung regulatorischer Risiken
  • Schaffung von Nachfolgeregelungen

Es geht nicht um Flucht. Es geht um kluge Planung.

Konkrete Optionen: Stiftung, Hausland-Holding & strategische Vehikel

Viele Unternehmer fragen: Was kann ich konkret tun? Hier drei verbreitete Wege, einfach erklärt.

1. Stiftung

Eine Stiftung kann langfristige Sicherheit bringen. Sie kann das Unternehmen oder Teile davon halten und so die Kontrolle über Zeit stabilisieren.

Vorteile:

  • Langanhaltender Schutz: Unternehmenswerte sind besser vor schnellen Eingriffen geschützt.
  • Nachfolge geregelt: Klarheit für die nächste Generation.

Nachteile:

  • Aufwand bei Gründung und Verwaltung.
  • Weniger Flexibilität bei kurzfristigen Entscheidungen.

Beispiel: Ein Familienunternehmer, den ich kenne, legte Gewinne in eine Stiftung. Heute ist das Unternehmen familiengeführt und die Geschäftsführung kann langfristig planen, ohne von jeder Gesetzesänderung überrascht zu werden.

2. Hausland-Holding

Eine Holding in einem anderen „Hausland“ kann steuerliche und regulatorische Vorteile bringen. Das Ziel ist nicht, das Geschäft zu verlagern, sondern die Struktur klug zu gestalten.

Vorteile:

  • Mehr Flexibilität bei Investitionen und M&A.
  • Mögliche steuerliche Optimierung.

Nachteile:

  • Komplexere Verwaltung.
  • Rechtliche und steuerliche Beratung ist wichtig.

Ein Vergleich: Eine Holding ist wie ein Dach über mehreren Häusern. Jedes Haus bleibt eigenständig, aber das Dach gibt Schutz.

3. Strategische Vehikel (trojanische Ansätze)

Das ist ein eher kreativer Ansatz. Hier geht es um clevere Strukturen, die kurzfristig Flexibilität und langfristig Sicherheit bringen. Man nennt sie manchmal „trojanische Vehikel“, weil sie sich unauffällig in bestehende Strukturen einfügen und dort wirken.

Vorteile:

  • Schnelle Anpassung an neue Regeln.
  • Weniger initialer Aufwand als bei großen Umstellungen.

Nachteile:

  • Nicht immer langfristig die beste Lösung.
  • Benötigt strategisches Know-how.

Wie findest du den richtigen Weg?

Die Entscheidung ist persönlich. Es gibt keine Einheitslösung. Aber ein klarer Fahrplan hilft:

  • Schritt 1: Status quo analysieren. Wo stehen Risiken? Wo Chancen?
  • Schritt 2: Ziele definieren. Willst du Stabilität, Flexibilität oder Wachstum?
  • Schritt 3: Optionen prüfen. Stiftung, Holding, Vehikel oder eine Kombination?
  • Schritt 4: Experten hinzuziehen. Rechtliche und steuerliche Beratung ist wichtig.
  • Schritt 5: Kleine Schritte testen. Nicht jede Änderung muss radikal sein.

Meine Erfahrung als Beispiel

Ich habe mit Unternehmern gesprochen, die lange zögerten. Einer sagte: „Wir dachten, alles läuft gut – bis eine Gesetzesänderung unsere Planung kaputt machte.“ Nach einer Umstrukturierung fühlte er sich wieder handlungsfähig. Das zeigt: Früh handeln reduziert Stress später.

Für wen ist ein Exit sinnvoll?

Nicht jeder braucht sofort eine große Umstellung. Aber wenn du in D/A/CH arbeitest und eines dieser Punkte auf dich zutrifft, lohnt sich ein Blick:

  • Du spürst starken Regulierungsdruck.
  • Du planst eine Unternehmensübergabe.
  • Du willst dein Vermögen langfristig sichern.
  • Du suchst mehr unternehmerische Freiheit.

Zum Abschluss: Keine Panik, aber Weitsicht

2026 ist kein Jahr der Flucht. Es ist ein Jahr der Entscheidungen. Wer jetzt überlegt und handelt, kann sein Unternehmen sicherer und flexibler machen. Die besten Lösungen sind oft maßgeschneidert — kein Standardpaket passt für alle.

Wenn du neugierig bist: Welche Option könnte für dein Unternehmen passen? Schreib “Info”, wenn du konkrete Schritte besprechen möchtest. Ich helfe gern, erste Ideen zu sortieren und sinnvolle nächste Schritte zu finden.

Interesse? Schreib “Info” oder like den Beitrag — dann sprechen wir darüber.

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